Wenn alles anders kommt als man denkt …
Achtsamkeit in Zeiten von Trauer und Freude

Ich finde grade keine Worte und schon gar keine weisen Worten. Am Mittwoch früh hatte ich Euch noch versprochen wie wild auch hier auf dem Blog von der diesjährigen Vivaness zu berichten. Und dann kam alles etwas anders als ich es mir vorgenommen hatte. Das Leben kam dazwischen und statt mich zu wehren und meinen Plan egal was es koste weiter durchzuziehen habe ich mich leiten lassen, sowohl von den Geschehnissen als auch von meiner Intuition der ich einfach mal vertraut habe.

Am Dienstag ist die liebe Mutter meines Exfreundes verstorben (hier habe ich sogar schon mal von unsere gemeinsamen Ausflügen nach Deutschland berichtet). Ich saß im Zug zur Vivaness, und hatte grade gehört, dass ich voraussichtlich zwei Stunden Verspätung haben werde und da kam die App mit der Nachricht.

Ich wollte es nicht wahrhaben und habe die Trauer einfach verdrängt. Ich hatte keine Lust mein Ticket umzubuchen, die Vivaness früher als geplant zu verlassen und den Samstag zu einer Beisetzung zu gehen. Ich hatte mich doch so sehr auf die Vivaness gefreut. Die war doch jetzt dran und nicht die Trauer.

Blütenzweig

So war mir zu mute. Das waren meine Gefühle. Und ich habe sie akzeptiert und habe mir und meiner Trauer Geduld gegönnt. Ich habe mit dem Umbuchen des Zugtickets gewartet bis ich soweit war (da war es dann egal, dass die Ticketpreise mit jeder Stunde teurer wurden). Ich habe die Vivaness durchgezogen und sehr genossen (wenn auch nicht abends bis spät in die Nacht geblogt – bitte entschuldigt!) und ich habe hin und wieder mit Amsterdam telefoniert. Aber so richtig war ich eher im Moment und in Nürnberg und Trauer war noch keine da. Ich war auf der Vivaness und die war jetzt dran.

Und dann saß ich Freitagnachmittag auf einmal wieder im Zug nach Amsterdam. Ich habe Musik gehört und habe, wie man hier in den Niederlanden sagt, nachgenossen von der Vivaness und von allen tollen Erlebnissen. Ich fühlte mich glücklich und erfüllt nur zum Bloggen hatte ich einfach keine Energie.

Und auf einmal war es Samstag, ich war immer noch übermüdet (meinen Nachbarn die mir jeden Schlaf rauben sei Dank) und ich saß auf dem Rad zum Friedhof. Die Stadt wimmelte von Touristen, die Sonne schien und ich hatte immer noch keine Lust. Tja und dann war ich auf einmal voll und ganz im Moment. Der Friedhof, die wunderschönen Blumen und die vielen Menschen habe mich mitgenommen. Ich war voll und ganz da und die Trauer mit mir. Und es fühlte sich genau richtig an da wo ich jetzt war.

 

Ich bin dankbar, dass ich mir die Geduld und Ruhe gegönnt habe auf mein Herz zu hören und zu vertrauen, dass ich die richtigen Entscheidungen treffen werde, wenn die Zeit dazu reif ist. Es war genau richtig mit dem Umbuchen des Zugtickets zu warten bis ich innerlich bereit dazu war. Und es war gut die Vivaness zu genießen, genauso gut und wichtig war es früher abzufahren.

Nun bin ich immer noch im Moment und verarbeite die vielen Emotionen die mich übermannt und eingeholt haben. Aber irgendwann die Tage, oder diese Wochen bin ich wieder da und habe Lust aufs Bloggen und aufs Berichten über die Vivaness. Wenn die Zeit dazu reif ist und wenn der richtige Moment gekommen ist.

Bitte habt also etwas Geduld mit mir und freut Euch über die vielen anderen Blog Berichte meiner lieben NaturkosmetikBlogger Kolleginnen (die ich hier allesamt verlinkt habe).

Liefs, Eure Liv

6 Comments

  • Annette sagt:

    Liebe Liv,
    es tut mir leid, dass du einen lieben Menschen verloren hast.
    Dass du dir trotzdem Zeit für die Vivanesse genommen hast, ist doch ok. Du warst doch zur Beerdigung da, was hättest du vorher tun können?
    Letztes Jahr ist mein Schwiegervater kurz vor unserem Urlaub gestorben. Wir sind dann auch gefahren und halt früher zur Beerdigung zurück gekommen.
    Traurig darf man während der Zeit ja trozdem sein.
    Herzliche Grüße,
    Annette

    • puraliv sagt:

      Liebe Annette, vielen dank!! Es tut gut zu lesen, wie es andere Menschen in solch einer Situation handhaben/ gehandhabt haben! Und du bringst es auf den Punkt: traurig darf man trotzdem sein.
      Liefs Liv

  • Iris sagt:

    Oooh 🙁 Veel sterkte! Had ik het geweten, had ik je woensdag een dikke knuffel gegeven. Neem de tijd die nodig is, die blogposts kunnen wachten.

  • Herbstbeauty sagt:

    Trauer und Freude liegen nah bei einander. Es war richtig, der Freude ihre Zeit zu geben und es war wichtig trauern zu können.

    Ich drücke Dich, liebe Grüße

    • puraliv sagt:

      Danke dir du liebe! Ja es war wichtig die Vivaness zu genießen und danach der Trauer Raum zu geben.. aber alles so nah auf einander ist schon etwas viel 😉 Liefs, Liv

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.