Alverde LE African Soul
und warum ich diese Links liegen gelassen habe

Kurz vor meinem Sommerurlaub wurde die alverde LE August 2013 lanciert. Die LE trägt den Namen African Soul.

Leider hat alverde diese Thema nicht sehr erfolgreich umsetzten. Die Promo der LE war geschmacklos weil diskriminierend. Und auch die Diskussion auf der alverde Facebook Seite aber insbesondere die Stellungnahme von alverde auf Facebook lies an Einsicht zu wünschen übrig.

Da ich es selber weniger gut in Worte fassen kann was mich an dieser LE geärgert hat möchte ich euch auf den sehr lesenswerten Artikel  auf dem Blog der Mädchenmannschaft hinweisen (hier geht’s zum Blogartikel auf Mädchenmannschaft).

In diesem Artikel erläutert Salomé warum die Kampagne rassistisch und diskriminierend ist. Neben einer Stellungnahme bietet die Mädchenmannschaft auch eine Liste mit Naturkosmetik Marken die auch für People of Color (POC) geeignete Make-up Nuancen anbieten.

Nicht nur hat alverde die Le mit einer unpassenden und diskriminierenden Werbekampagne begleitet und die Farbnuancen ‚nur’ auf hellhäutige Hauttypen angestimmt, auch hat alverde die Chance verpasst mit dieser LE auf Missstände beim Gewinnen von Rohstoffen für Kosmetik aufmerksam zu machen.  ‚Wo kommen die Inhaltsstoffe her? Unter welchen Umständen werden diese angebaut und wie werden lokale Bauern in den Anbaugebieten mit einbezogen und bezahlt?’ Auch wäre es wünschenswert gewesen alverde hätte Rohstoffe aus fairem Handel für die Produkte dieser LE genutzt. Für so eine Kampagne hätte ich auch gerne ein paar Euro mehr für die Produkte ausgegeben.

All das ist aber wohl zu viel gefragt für eine Discount NK Marke.

Allem in allem eine verpasste Chance und Gründe warum ich die alverde LE African Soul trotz meines Deutschlandaufenthaltes Links liegen gelassen habe.

Liefs, Liv

7 Comments

  • Vicky L sagt:

    Du lieber Himmel, also man kann auch übertreiben. Alverde hat eine hübsche kleine LE rausgebracht und muss nun so einen Shitstorm ertragen…
    Für die paar Euros, die die zertifizierten Naturkosmetik-Produkte erwartet man weiss der Kuckuck was von der Firma.
    Die meisten üblichen Kunden würden nämlich nicht mehr bezahlen wollen als gewohnt, sonst wären sie Kundinnen von höherpreisigen Marken.
    Und ganz ehrlich: wäre das Model schwarz (es leben nicht nur Farbige in Afrika), gäbe es mindestens den gleichen Schrott zu lesen. besonders, wenn die Produkte speziell für Dunkelhäutige wären – da käme garantiert: das ist doch nicht tragbar hier für die Durchschnittsfrau in Mitteleuropa, welche selten die passend helle Foundation hier findet, die Zielgruppe verfehlt und so weiter.

    Ich habe einige Produkte gekauft und finde sie hübsch.

    schnikki aus dem http://beautyjungle.de

    • liv sagt:

      Ein Shitstorm war es meines Erachtens eher nicht, denn die Kommentare mehr als berechtig und in den meisten Fällen auch eher kontruktiv und auch nicht extrem überproportional viel. Ich finde, dass auch alverde mal kritisiert werden darf, wenn sie daneben greifen bei einer LE. Ich verstehe, dass sie Produkte mit einem hohen Absatzmarkt produzieren möchten, aber diese Le war einfach daneben und unnötig.
      Ich verstehe wenn die Meinungen hierzu auseinander gehen, aber finde es dennoch wichtig dieses Thema auf meinem Blog an zu sprechen und auf den wie ich finde es lesenswerten und deutlichen Artikel beim MM Blog zu weisen.
      Lg Liv

  • Also ich habe davon nicht so richtig viel mitbekommen, finde es aber auch vollkommen übertrieben.
    Hier wäre es mal angebracht Leute zu fragen, die es wirklich betrifft, also Dunkelhäutige bzw. Schwarzafrikaner. Ich denke die haben nämlich verdammt wenig Probleme damit und empfinden es wahrscheinlich auch nicht als beleidigend. Dann darf man sich an Karneval auch nicht mehr als Indiander verkleiden, ganz ehrlich.
    Und wie Schnikki schon sagt, Produkte für dunkelhäutige Menschen würden hier einfach völlig den Markt verfehlen.
    Ich habe mir auch nichts gekauft, aber auch nur weil mir die Sachen nicht gefallen haben.

    • liv sagt:

      Ich gebe dir völlig Recht, dass man die Stimme derer hören sollte die es bestimmt und genau aus diesem Grund habe ich den Link zum Blogpost der Mädchenmannschaft eingefügt (der übrigens auch auf die von Dir genannten Karnevalskostüme eingeht ;)). Ich sage auch nicht, dass alverde nun das ganze Sortiment umstellen sollte, aber aus dieser Le hätte man einfach viel mehr machen können, und eine Absatzmarkt kreieren können auch ohne diskriminierende Marketingkampagnen. Lg liv

  • Anonymous sagt:

    Liebe Liv,
    vielen Dank für diesen Beitrag. Ich fand die Promo auch völlig indiskutabel und eurozentristisch. Eine weiße Frau mit einer Afro-Perücke kann nicht als Aushängeschild für ein Afrika-Thema verwendet werden und ich kann es verstehen, wenn sich jemand dadurch diskriminiert fühlt. Dass es jetzt Gegenwind gibt und dass dadurch eine Diskussion entsteht, finde ich gut. Hoffentlich trägt es dazu bei, dass in Zukunft sensibler mit derartigen Themen umgegangen wird.
    LG Annett

  • Daniela aus Berlin sagt:

    Ganz klare Ansage auch von mir: es ist niemals „übertrieben“ auf rassistische, (u. auch sexistische, antifeministische) Phänomene hinzuweisen und diese zu kritisieren. Worte und Bilder konstituieren Macht- bzw. Ausgrenzungsverhältnisse.
    So gerne ich Kosmetik und (NK)-Kosmetikblogs mag,vermisse ich oft eine politische Haltung (z.B. auch zum Thema „lookism“ oder Alter)in den Blogbeiträgen/-kommentaren, insofern schön, dass Du den Artikel der Mädchenmannschaft erwähnst!

  • Julchen sagt:

    An der LE sieht man sehr gut worum es bei dieser Art von Werbung geht. Es geht nicht um Inhalte oder um Aussagen, es geht schlicht und einfach darum vermeintlich neue Produkte zu verkaufen und sich als cool und modern darzustellen. Dazu passen ja auch die Stellungnahmen von alverde auf der fb – Seite.

    Als ich die Werbung das erste Mal gesehen habe, hat mich die weiße Frau mit der offensichtlichen Perücke verwundert, aber ehrlich gesagt nicht überrascht. Solche Werbungen gab es schon zu oft in der Vergangenheit und wird es bestimmt auch immer wieder in der Zukunft geben. Ich persönlich mag solche Werbungen und Kampagnen nicht, sie kommen bei vielen anderen aber sehr gut an.

    Das Wort Shitstorm wird meiner Meinung nach mittlerweile viel zu schnell verwendet. Ein paar Blogbeiträge mit einer offenen Diskussion und ein paar kritische Nachfragen auf Facebook sind sicherlich kein Shitstorm, sondern vielmehr Bestandteil einer Welt mit kritisch denkenden Menschen. Und auch wenn ich nicht allen Aussagen im Link zustimme, so hat mich der Post doch zum Nachdenken gebracht.

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